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Die Aktivitäten
Zum 10. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl
folgte die Schule Sachsenhagen einem Aufruf, einen Beitrag zur medizinischen
Hilfe in Weißrussland zu leisten.
Die Folgeschäden der Strahlung wurden immer
bedrohlicher und es fehlte an Medikamenten und Geld für die teuren
Diagnosegeräte. Damals sammelten Eltern und Schüler 3000,-DM. Einige
Eltern wollten statt einer anonymen Spende lieber konkrete Hilfe leisten und
wissen, wem ihre Hilfe zu Gute kommt.
Wir suchten und fanden ein kleines Dorf mit ca. 600 Einwohnern, das bis dahin
noch keine Hilfe aus dem Ausland erhalten hatte. In der Nähe liegen auch
die Partnerdörfer von Bad Eilsen (Swonez), Kathrinhagen (Kurganje) und
Exten (Krasnitza).
Diese Dörfer liegen etwa 200 bis 220 km nördlich von Tschernobyl.
1996 schickten wir zum ersten Mal allen 72 Kindern der Schule ein
Weihnachtspaket, im Jahr darauf auch zusätzlich allen Lehrkräften und
Bediensteten der Schule: (Hausmeister, Nachtwächter, Köche). Um auch
die Familien zu erreichen, die keine Kinder in der Schule haben, sind wir dazu
übergegangen, jeder Familie bzw. jedem Haushalt jeweils zu Weihnachten ein
Paket zu schicken. Das sind ungefähr 120 Stück im Jahr. 1997 kamen
erstmalig Schulkinder aus Schaptschitze zu Gastfamilien nach Sachsenhagen,
Auhagen, Hagenburg und Wölpinghausen.
Seitdem kommen jedes Jahr zwischen 10 und 20 Kinder für 4 Wochen zu uns,
um sich in frischer Luft mit unverstrahlter Nahrung bei liebevoller Betreuung
durch ihre Gasteltern und Geschwister zu erholen und Abwehrkräfte gegen
die Strahlung zu sammeln, um ihr Immunsystem zu stärken. Diese
Maßnahme ist die wichtigste Hilfe für die Zukunft
Weißrusslands, denn die Zahl der missgebildeten Kinder nimmt erschreckend
zu und die Geburtenrate des Landes geht dramatisch zurück - aus Angst
davor.
Um den Kindern bei uns erlebnisreiche Tage zu bescheren, unterstützen uns
zahlreiche Vereine, Organisationen und freiwillige Helfer unserer Region. Immer
mehr Gasteltern laden "ihre" Kinder schon zum zweiten oder dritten
Mal ein und durch Brief- und Paketkontakte entstehen immer mehr
persönliche Familienverbindungen, was wir sehr begrüßen.
Schauen Sie mal in den Vortrag Belarus , dort
erhalten Sie weitere Informationen zu unserer Arbeit. Es lohnt sich!
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